Auf Einladung des W-Seminars „Zeitzeugen“ hielt der Gedenkstättenleiter, Jochen Rössler, einen informativen wie berührenden Vortrag über die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen.
Schulleiter Markus Heber begrüßte den Gastredner herzlich und betonte in seiner Ansprache, dass jeder, auch junge Menschen, Verantwortung für das eigene Handeln im Hier und Jetzt tragen und damit Mitverantwortung für das Morgen übernehmen. In seinem Vortrag zeigte Herr Rössler auf, wie eine ursprünglich reformfreudige Anstalt, die den kranken Menschen helfen wollte, sich in eine menschenunwürdige und menschenverachtende Einrichtung innerhalb weniger Jahre verwandelte. Unter der Leitung des Direktors Dr. Paul Reiß wurden Patienten zwangssterilisiert, später auf Transporte in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz geschickt oder kamen durch den sog. „bayerischen Hungererlass“ zu Tode. Nicht nachvollziehbar der lange Weg, bis man sich der Verbrechen in Mainkofen erinnerte. Erst seit 2014 gibt es die Gedenkstätte für die Opfer und ihren Angehörigen auf dem Gelände des heutigen Bezirkskrankenhauses. Auch für die 40 Frauen und Männer aus Landshut, die in Hartheim ermordet wurden.
Y. Löken






