„Judo ist mehr als nur eine Wettkampfsportart. Judo ist eine Lebensschule“, so lässt es sich auf der Website von Franz Kofler nachlesen.
Und Kofler weiß, wovon er spricht. Ob als Athlet (mehrfacher österreichischer Meister), als hochrangiger Funktionär (Vizepräsident im österreichischen Judoverband) oder als Nationaltrainer von Luxemburg, er hat diesen Kampfsport von allen Seiten kennengelernt (weitere Informationen zur „Lebensschule Judo“ finden sich auf www.worldjudofamily.com).
Mittlerweile im Rentenalter angekommen, trägt Kofler diese Überzeugung engagiert weiter. Dafür besucht er Judovereine und –schulen in ganz Europa. In 23 Länder quer durch Europa, von Griechenland bis Frankreich, von Rumänien bis Finnland hat ihn sein Weg schon geführt. Dabei verzichtet er trotz fortgeschrittenen Alters auf großen Komfort. Stets ist er mit seinem 30 Jahre alten Wohnmobil unterwegs – oder gleich mit dem Fahrrad. So ganz nebenbei beweist er auf seiner Tour: Judo hilft, Grenzen zu überwinden, egal ob persönliche Einschränkungen oder vermeintliche Grenzen zwischen Menschen verschiedener Kulturen. Das Ziel dieser Reise hat Kofler sich während der Corona-Zeit selbst gesteckt: 1000 Judotrainings in 1000 Vereinen möchte er halten. Nach zwischenzeitlich fast 700 besuchten Judoclubs gehört Kofler zu den VIPs der europäischen Judoszene und hat sich längst zum wichtigen Botschafter für die Judo-Werte entwickelt.
Sein Weg führte den charismatischen Klagenfurter Anfang März nun zu seiner 683. Station – nach Landshut ans Hans-Carossa-Gymnasium. Unsere Schule ist mittlerweile auch über die Grenzen Landshuts hinaus als „Judo-Schule“ bekannt geworden. „Dieses tolle Projekt ist einzigartig in Europa. Mir ist nichts Vergleichbares bekannt“, zeigte sich der Weltenbummler begeistert.
Gleich zwei Trainingseinheiten hielt Kofler für die Schülerinnen und Schülern unserer fünften Klassen und des Wahlunterrichts Judo. Dabei konnte der Träger des 6. Dans (rot-weißer Gürtel) mit einem bewegungsintensiven Programm die jungen Judoka schnell für sich begeistern und ihnen trotz der knappen Zeit den ein oder anderen neuen Kniff nahebringen. Die Folge waren zahlreiche Autogrammwünsche, denen unser Stargast geduldig nachkam.
Wir wünschen Franz Kofler, dass sein Wohnmobil noch möglichst lange durchhält, und bedanken uns auf diesem Weg noch einmal bei ihm für eine tolle Erfahrung.

