Kürzlich besuchte der vertiefte Englischkurs der Q12 das KOENIGmuseum, wo noch bis Ende Februar die Ausstellung der australischen Künstlerin Patricia Piccinini (geb. 1965) zu sehen ist.
Piccinini ist dem Hyperrealismus zuzuordnen – einer Bewegung, die sich bewusst von der Abstraktion absetzt und auf soziale Fragestellungen reagiert. Da auf dem Lehrplan der Englisch-Oberstufe Themen wie Science and Technology, aber auch Arts and Culture stehen, passte die Ausstellung inhaltlich perfekt. Auch zum Roman „Never let me go“, den der Kurs gerade liest, gibt es viele Berührungspunkte. Durch die Ausstellung führte Sieglinde Brams, die erläuterte, dass Piccininis Figuren als Metaphern für Andersartigkeit, Ausgeschlossenheit und Ausbeutung stünden. Auf der Grundlage unserer Erwartungen erscheinen sie zunächst als abstoßend, doch bei genauerer Betrachtung wechseln wir die Perspektive und erkennen das Schöne, Interessante in ihnen und fühlen uns ihnen verbunden. Die Grenze zwischen dem Eigenen und dem Anderen verschwimmt.
Angela Köstler

